mittwochsBILDUNG: Kinder in der Minderheit: Wie kann die Gesellschaft Kinder und Jugendliche unterstützen?
Das Jahresthema 2026 lautet "Demokratie". Neben Praxis und „frischer Forschung“ von ausgewiesenen Referentinnen und Referenten setzen wir auf best practice Beispiele. An neun Vortragsabenden widmen wir uns den verschiedenen Aspekten des Themas. Lassen Sie sich überraschen!
Am Mittwoch, den 27. Mai 2026 um 19 Uhr, veranstaltet die mittwochsBILDUNG ein Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, Politikwissenschaft und Sozialpolitik an der FH Münster und Ruhr-Universität Bochum, zum Thema “Kinder in der Minderheit: Wie kann die Gesellschaft Kinder und Jugendliche unterstützen?”.
Deutschland steht an einem Wendepunkt: Die geburtenstarken Jahrgänge kommen ins Rentenalter und die daraus folgenden demografischen Veränderungen stellen das Land vor ungeahnte Herausforderungen. Doch die junge Generation ist eine Minderheit, deren Lebensrealität geprägt ist von Bildungsungleichheit, Dauerkrisen und dem stetigen Gefühl, politisch und gesellschaftlich übersehen zu werden.
Sebastian Kurtenbach und seine Mitautoren fordern ein Umdenken: Kinder müssen aus ihrer Außenseiterposition ins Zentrum gerückt werden, und zwar ist das eine grundlegende Notwendigkeit für eine lebenswerte Zukunft. Kurtenbach zeigt auf, welche enormen Veränderungen heute Kindheiten prägen und wie wir den Jüngsten gerecht werden können.
Biografie:
Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, geboren 1987, lehrt und forscht im Bereich Politikwissenschaft/Sozialpolitik an der FH Münster und ist zugleich Privatdozent für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Forschungsdirektor des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) an der Ruhr-Universität Bochum sowie Mitglied des Vorstands des Instituts für Gesellschaft und Digitales (GUD) der FH Münster. Er studierte Soziale Arbeit (B.A.) an der Hochschule Düsseldorf und Sozialwissenschaft (M.A.) an der Ruhr-Universität Bochum. An der Universität zu Köln promovierte er mit einer Arbeit über benachteiligende Effekte armutsgeprägter Gebiete am Beispiel von Köln-Chorweiler.
In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Themen der sozialwissenschaftlichen Stadt-, Migrations- und Konfliktforschung. Konkret untersucht er das Zusammenleben in Quartieren, die Rolle sozialer Dienste vor Ort, Ursachen und Folgen der Wohnkrise sowie den Einfluss von Wohnungsunternehmen auf die Nachbarschaft. Zu seinen jüngsten Publikationen zählt das für den Deutschen Sachbuchpreis nominierte Buch „Kinder: Minderheit ohne Schutz“.
