mittwochsBILDUNG: Demokratie und Bildung? Überlegungen zu einem spannungsreichen Verhältnis.
Das Jahresthema 2026 lautet "Demokratie". Neben Praxis und „frischer Forschung“ von ausgewiesenen Referentinnen und Referenten setzen wir auf best practice Beispiele. An neun Vortragsabenden widmen wir uns den verschiedenen Aspekten des Themas. Lassen Sie sich überraschen!
Am Mittwoch, den 26. August 2026 um 19 Uhr, veranstaltet die mittwochsBILDUNG ein Vortrag und Gespräch mit Dr. Wolfgang Beutel, Direktor am Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover, zum Thema “Demokratie und Bildung? Überlegungen zu einem spannungsreichen Verhältnis.”.
Gegenwärtig hat der Begriff „Demokratiebildung“ Konjunktur. Demokratiebildung wird derzeit den vielfältigen Krisen von Politik und Gesellschaft sowie dem Vertrauensverlust in die verfasste liberale Demokratie entgegengestellt. Damit fällt dem Bildungswesen eine fundamentale Aufgabe zu.
Doch geht das so einfach? Natürlich nicht! Die Schule und das Bildungswesen insgesamt werden die akuten Probleme von Politik und Gesellschaft nicht lösen können. Umgekehrt gilt auch: Schule und Bildung müssen sich mit Kontinuität und fachlicher Professionalität der Aufgabe einer Bildung für die Demokratie zuwenden.
Der Vortrag thematisiert Ursachen für die vielfältige Forderung nach Demokratiebildung. Er diskutiert das politische und zivilgesellschaftliche Handlungsfeld von Demokratiebildung in den Schulen und fragt nach politischen Rahmenbedingungen.
Einige Thesen zum Spannungsfeld von Demokratie und Bildung werden vorgestellt und können nach dem Vortrag noch diskutiert werden.
Biografie
Dr. Wolfgang Beutel absolviert ein Lehramt-Studium Sek II (Deutsch und Erziehungswissenschaften) 1980 bis 1985 an der Uni Tübingen. 1998 absolvierte er sein Staatsexamen in Politikwissenschaft ebenfalls in Tübingen. Seine Promotion schloss er 1996 in Jena mit einer Arbeit zum Thema „Schule als Ort der Politischen Bildung“ ab. Seit 1989 ist er beteiligt am Aufbau des Wettbewerbs und Förderprogramms „Demokratisch Handeln“. 1991 bis 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Jena (Institut für Erziehungswissenschaften). Seit 2022 ist er Vertretungsprofessor für Didaktik der politischen Bildung und Direktor des „Instituts für Didaktik der Demokratie“ an der Leibniz Universität Hannover. Er ist Mitglied in der Jury des Deutschen Schulpreises.
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