Verein für Familien­forschung e.V. Lübeck

Gegründet am 10.11.1966

Genealogische Forschungen haben in Lübeck eine mehr als 300jährige Tradition. Trotzdem dauerte es bis zum Jahr 1966, dass ein Verein gegründet wurde. Im Winterhalbjahr 1964 / 1965 hatte die Lübecker Volkshochschule einen Kursus “Grundlagen der Genealogie” angeboten, der eine große Zahl von Interessenten angezogen hatte. In jeweils fünf Doppelstunden wurde von den Grundlagen bis zur praktischen Auswertung von Quellen und Hilfsmitteln das breite Spektrum genealogischer Betätigung erläutert.

In den folgenden Monaten trafen sich die Teilnehmer weiter regelmäßig im damaligen Teeraum der GEMEINNÜTZIGEN zum Austausch über ihre Forschungsvorhaben und -gebiete. Diese anfängliche Beständigkeit der Treffen regte zur Gründung eines Vereins an.

Am Donnerstag, dem 10. November 1966 fand die Gründungsversammlung im Hause der GEMEINNÜTZIGEN statt, und 28 Personen erklärten ihren Beitritt. Am 10. November erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister. Das Vorhaben, ein bewußt lebendiger Verein aktiver Mitglieder zu sein, sollte in dem damals gewählten Vereinsnamen „Arbeitskreis für Familienforschung“ zum Ausdruck kommen.

Der Verein leistet und bietet seinen Mitliedern und allen interessierten Besuchern:

  • Unterstützung bei der Erforschung der eigenen Familiengeschichte
  • Hilfe bei der Aufstellung von Ahnentafeln und Stammbäumen
  • Hinweise auf Quellen
  • Monatlich genealogische Vorträge
  • Herausgabe der „Lübecker Beiträge zur Familien- und Wappenkunde“

Im Winterhalbjahr finden Vorträge und Versammlungen statt. Näheres ist dem Veranstaltungsplan zu entnehmen.

Das Vereinsleben

Mit großem Elan begann die Arbeit in dem jungen Verein. Bereits im Frühjahr 1967 wurde eine vierwöchige genealogische Ausstellung im Ausstellungsraum des Dom-Museums ausgerichtet. Im September 1967 wurden Vereinsräume im Mühlentorturm bezogen, und zur gleichen Zeit wurde der Arbeitskreis Tochterverein der „Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit“.

Aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der ersten Mitglieder beschränkte sich die Tätigkeit des Vereins von Anfang an nicht nur auf Lübeck, wenngleich dieses natürlich der Hauptschwerpunkt war. Aber auch das übrige Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Pommern sowie Ost- und Westpreußen standen mehr oder wenig gleichwertig daneben.

Im Oktober 1968 fand in Bäk bei Ratzeburg eine erste gemeinsame Tagung mit der „Genealogischen Gesellschaft Hamburg“ und der „Schleswig-Holsteinischen Gesellschaft für Familien- und Wappenkunde“ statt. Diese Zusammenkünfte finden seither unter wechselnder Leitung weiterhin jährlich als „Nordelbisches Genealogentreffen“ in Rickling statt. Das letzte von uns veranstaltete Treffen, es war das 34. im Jahre 2008, stand unter dem Themenkreis „Familenforschung rund um die Ostsee“, es zog über 60 Teilnehmer an.

Ein besonderes Ereignis war die Ausrichtung des 24. Deutschen Genealogentages 1972 in den Räumen der GEMEINNÜTZIGEN und mit einer Ausstellung in der Schalterhalle der Sparkasse zu Lübeck. Im gleichen Jahr wurde auch das erste Heft der „Lübecker Beiträge zur Familien- und Wappenkunde“ herausgegeben, das Heft 58 ist 2008 erschienen.

Die Bücherei

Mit dem Bezug der Vereinsräume begann der Aufbau einer genealogischen Bibliothek. Zunächst überließen Mitglieder dem Verein Teile ihrer Bestände, dazu kamen immer wieder Nachlässe und Sachspenden. Mit etwa 50 anderen genealogischen Vereinen und auch mit Heimatvereinen traten wir in Schriftenaustausch. Andere Buchreihen wurden abonniert oder angekauft. So wuchs und wächst die Bücherei ständig und umfasst heute mehr als 55.400 Titel, die in einer Datei erfasst sind und die somit nach Schlagworten schnell durchsucht werden kann.

Entsprechend den Interessengebieten der Mitglieder ist die Bücherei geographisch weit gefächert. Ein Schwerpunkt ist natürlich Lübeck, aber kaum weniger sind die umliegenden Gebiete vertreten. Aufgrund umfangreicher Sachspenden ist die Abteilung Ost- und Westpreußen besonders stark angewachsen und kann heute viele Wünsche der Forscher erfüllen.

Der Verein heute

War der Vereinsname „Arbeitskreis“ bei der Gründung 1966 bewusst gewählt worden, erwies er sich im Laufe der Zeit als ein gewisses Hemmnis für den Eintritt neuer Mitglieder. Zum einen wurde oft ein Arbeitskreis als eine Unterabteilung eines größeren Gebildes angesehen, der Verein schien mithin gar nicht selbständig zu sein, zum anderen forderte offensichtlich schon der Name eine ständige Mitarbeit für den Verein, und wer hat hierfür heute schon Zeit.

Deshalb wurde im Jahre 2002 der Vereinsname geändert in „Verein für Familienforschung e.V. Lübeck“. Der Verein ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Lübeck eingetragen und beim Finanzamt Lübeck als gemeinnützig anerkannt, weil er wissenschaftliche Zwecke verfolgt. So sind nicht nur Spenden, sondern auch die Mitgliedsbeiträge steuerlich absetzbar.

Die Vereinsräume im Mühlentorturm sind jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und jeden Sonnabend von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Hier stehen versierte Mitglieder bereit, um die Fragen der zahlreichen Besucher zu beantworten. Nahezu 1000 Personen kommen jährlich zu diesen Öffnungszeiten. Seit einigen Jahren besitzt der Verein auch einen Internetanschluß und ist unter familienforschung-luebeck@travedsl.de zu erreichen.

Die Vereinsräume im Mühlentor

Geöffnet jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und jeden Sonnabend von 10 bis 12 Uhr.

Hier stehen versierte Mitglieder bereit, um die Fragen der zahlreichen Besucher zu beantworten. Nahezu 1000 Personen kommen jährlich zu diesen Öffnungszeiten. Seit einigen Jahren ist der Verein auch per Mail zu erreichen: verein-familienforschung@travedsl.de

Aktuelle Veranstaltungen und Mitgliedschaft

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